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IRIS BAND

Form-Form-Form

Zerlegen und Zusammensetzen, Mosaik und Liniennetze- die Bilder von Iris Band lenken den Blick vom Mikro- zum Makrokosmos. Die Stadtansichten und Naturstudien erinnern an den Formalismus Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts und geben dennoch eine erstaunliche Gegenständlichkeit frei. Die Linie, die Kleinteiligkeit formt, bändigt die Augen des Betrachters und leitet sie zu den Bildern im Bild, zu den Details und zurück zum Rahmenwerk. Einem Vexierbild oder Labyrinth gleich ordnet sich die Farbe der Form unter und umgekehrt. Linien stehen neben Flächen, Raumperspektiven sind verzerrt. Die geometrische Struktur schafft imaginäre Räume. Eine starke Raumspannung liegt in allen Bildern Bands.

Die Stadtansichten der Künstlerin zeichnen sich aus, durch den nimmermüden Versuch die !?charakteristische Atmosphäre einzufangen. Auffallend ist, das Band meist Stadt-typische Gebäude zum Bildinhalt macht, seien sie sakral oder profan. Band fordert den Betrachter FÖRMLICH auf, Wiederzuerkennen. Seien es die Marktkirche zu Halle/Saale oder der ...Platz in Venedig, Sacre-Coeur in Paris oder ...

Die ‚Märchen-Serie’ zeugt von phantastischen Ideen, die in eben die fast konstruktivistische Form gebracht sind. Abstraktion und Gegenständlichkeit liegen bei Band auch hier ganz dicht nebeneinander. Trotz aller Form bleibt der Gegenstand immer erkennbar und fassbar. Die Charakteristik der Bildelemente ist klar und wird durch die Linie, um die sich alles dreht, noch verstärkt. Letztlich leuchten die Bilder in einer PHANTAtiSch[I]En Form und zeugen von der Macht der Linie, die alles zerlegt und wieder zusammenführt.