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Jan Thomas

Die Holzskulptur

Jan Thomas sucht in seinen Holzplastiken die Position des Menschen in einer Gesellschaft, die die äußere Hülle als Ideal betrachtet. Thomas überspitzt und überführt damit die menschliche Gestalt. Überdimensionale Köpfe im Vergleich zum Rest des Körpers, die harten und weichen Bearbeitungsspuren des Materials bleiben erkennbar und sind gleichzeitig künstlerisches Mittel, der Figur, dem Menschen, Ecken und Kanten zu geben. Dabei spürt Thomas der Maserung des Holzes nach. Sie fließt in die Gestaltung ein. Die grobe Bearbeitung zeigt die innere Zerrissenheit des menschlichen Wesens.


Die Form der Skulptur richtet sich zu einem großen Teil nach der Beschaffenheit des Materials. Besonders die Pappel hat es dem Künstler angetan. Aber auch Robinie oder Weide finden sich in den Arbeiten.

Die Gestalten stehen, auch mal auf dem Kopf oder auf dem Sockel, sitzen oder liegen, selten allein. Meist sind es kleine Gruppen, die vermeintliches Doppelgängertum verdeutlichen. Die Attribute und Bewegungen der einzelnen Figur unterscheidet sie maßgeblich von den übrigen.

Die Darstellung des Menschen in seiner Umgebung, der Stadt oder dem Land sind in der Betrachtung Thomas’ Werk bedeutend. Es hat den Anschein, dass Jan Thomas, neben der Darstellung des Körperbewusstseins oder des Gefühls für die Körperlichkeit des Einzelnen, das Innere des Menschen nach außen kehrt. Der Betrachter ist aufgerufen sich auf dieses und die Seele zurückzubesinnen.


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