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MARTIN MÖHWALD

Viele Kunden interessiert ein Technik von Möhwald ganz besonders - das Umdruckverfahren

Inspiriert haben ihn zu diesem Verfahren alte Häuserfassaden mit nur noch erahnbaren Reklameschriften, zerfetzte Litfaßsäulen und die ständige Konfrontation mit Gedrucktem, schon Vergangenem.
Wichtig ist ihm der ästhetische Reiz dieser Technik, nicht ein lesbarer Inhalt.
Die Sache ist ganz einfach. Fettige Flächen stoßen Wasser ab, Papier saugt Wasser auf. Er rührt schwarze Farbkörper mit Wasser an und bestreicht mit dieser Aufschlämmung zügig die ausgewählte Zeitungsseite. Nur das ehemals weiße Papier nimmt die Farbe an, nicht aber die bedruckten Buchstaben. Das so bestrichene Papier taucht er dann in eine vorher angerührte Engobe und legt das engobierte Papier mit der bedruckten Seite nach oben auf eine Gipsplatte, bis die Engobe lederhart ist. Dann taucht er das ganz Blatt ins Wasser und klebt es auf ein Gefäß.
Nach einer Weile läßt sich das Papier abziehen. Man ist überrascht von dem Ergebnis: Die Schrift erscheint negativ auf der Keramik.