Galerie Born

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Born a. Darss
Chausseestraße 90
im Darsser Sommertheater
Tel. (038234) 236

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Öffnungszeiten: DIENSTAG - SAMSTAG, jeweils 11.00 - 17.00 Uhr.

Die aktuelle  Ausstellung  2026:

KARIN JARAUSCH – Malerei

PAULINE ULLRICH – Keramische Plastik

09. JULI – 31. OKTOBER 2026

KARIN JARAUSCH – MALEREI
Die Bilder von Karin Jarausch strotzen vor Farbe und üppiger Vegetation. Auf ihren Bildern herrscht nur Sonnenschein, dunkle Wolken wird der Betrachter vergeblich suchen. „Ich liebe die Natur und die Farben“, sagt die Künstlerin. Über Farben vermittle sie Emotionen, schaffe Perspektiven und verzichte dabei ganz bewusst auf konventionelle Farbaufträge. „Farbe ist mein Klavier“, sagt sie. Die collagierten Räume und Landschaften gleichen „leuchtenden Bühnen“ und „Die Farbe quietscht vor Freude“, schreibt der Grafiker Rüdiger im Katalog der Künstlerin
Die 1962 in Eisenberg geborene Künstlerin lernte zunächst in einer Goebelin-
Weberei, bevor sie von 1980 bis 1987 Malerei und angewandte Gestaltung an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein bei Inge Götze studierte. (Uljana Wuttig-Vogler)


PAULINE ULLRICH – KERAMISCHE PLASTIK
Blickwechsel – Der Weg über den Berg in die nächste Ortschaft heißt „zur Sonne“.
Festgewordener Lehm – unter den Füßen staubt es – gleißende Helligkeit bis zu den Weidenbäumen im Tal. Vom Weg aufgelesene Scherben werden später in die Wandung der entstehenden Figur eingedrückt. Zusammen mit Arbeitsspuren, Linien und Abdrücken entstehen immer weitere Verdichtungen – in Nahaufnahme eine eigene Landschaft.
Der Blick reicht aus der Ateliertür über die Terrasse auf das Feld. Inzwischen ist der Weizen schon geerntet und die Stoppeln fangen das letzte Licht des Tages ein, während die übrige Landschaft im Schatten der Hügel versinkt…
Pauline Ullrich wurde 1979 in Halle an der Saale geboren und erlangte 1998 ihr Abitur am Landeskunstgymnasium Wettin. Anschließend absolvierte sie von 1998 bis 2005 ein Studium an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle. Sie schloss dieses im Jahr 2005 mit dem Diplom ab, wobei sie unter anderem bei Professor Antje Scharfe studierte und von Professor Karl Fulle, Professor Ulrich Klieber sowie André Schinkel betreut wurde. Bis 2007 absolvierte sie zudem ein Aufbaustudium „Mal-Gründe“ bei Professor Ulrich Klieber.

Öffnungszeiten Mai bis Oktober:
Dienstag bis Samstag jeweils von 11 bis 17 Uhr

Abb. Karin Jarausch, Das neue Kleid, 2026, Öl auf Leinwand, 80 x 80 cm

 

Ob wegen des Meeres und der langen Sandstrände oder wegen der urigen Wälder und Naturreservate – die schöne Halbinsel Fischland- Darß-Zingst zieht mit ihrer atemberaubenden Natur-Vielfalt jedes Jahr tausende Besucher in ihren Bann. Auch für viele Hallenser ist ein Ostsee-Urlaub in Prerow oder Ahrenshoop ein Muss. Und manch einer staunt nicht schlecht, wenn er bei einem Besuch ein Stückchen Heimat wiederfindet. Mitten im idyllischen Fischerdorf Born.

Wer in Halle mit Kunst zu tun hat, kennt die Galeristin Jutta Wittenbecher . Erst in der Rathausstraße, seit 2002 dann in der Kleinen Marktstraße betreibt sie äußerst engagiert ihre Zeitkunstgalerie. Sie vertritt vor allem viele der wichtigsten halleschen Künstler und Absolventen der Burg Giebichenstein. Ihre regelmäßigen Ausstellungen sind aus dem Kulturleben der Stadt nicht mehr wegzudenken. Trotzdem ist sie immer auf der Suche nach einem weiteren Galerie-Standort gewesen, erzählt Wittenbecher. „Natürlich nicht in Halle, sondern weit weg, am besten dort, wo andere ihren Urlaub machen.“ Gefunden haben sie diesen Ort vor vier Jahren in der alten Schule in Born. Seitdem bietet sie dort von Pfingsten bis Ende Oktober die ganze Bandbreite dessen an, was Halle künstlerisch so zu bieten hat. Darunter Porzellan von Ulrike Friedemann, Keramik von Martin Möhwald, Malerei von Iris Band, Zeichnungen von Christoph Rackwitz . Aber auch einheimische Künstler, also aus Born und Umgebung, sind in den Räumen der Galerie vertreten. Seit einiger Zeit schon teilt sich die Galerie das Gebäude in der Nähe des Hafens mit dem Darßer Sommertheater. Für Wittenbecher ein Glücksfall, wie sie findet, sei so doch ein kulturelles Kleinod entstanden, welches auf der Halbinsel seines Gleichen sucht. Ihre Dependance im hohen Norden versteht Wittenbecher durchaus auch als Werbeplattform für ihre Heimatstadt. Hier verteilt sie

Prospekte und Flyer, die sie extra aus Halle mitnimmt. „Jedem, der uns in Born besucht, erzähle ich, wie schön es in Halle ist. Viele kennen die Stadt ja gar nicht. Dann rede ich mir regelrecht den Mund fusselig.“ Und tatsächlich, für manch einen Nicht-Hallenser war der Besuch in Born der ausschlaggebende Punkt, der Saalestadt einen Besuch abzustatten, weiß Wittenbecher zu berichten. Und andersherum lässt sich auch der eine oder andere Hallenser in der Ostsee-Galerie blicken, nachdem er im Urlaub ein Stückchen Heimat wiedergefunden hat. (SEBASTIAN KRZIWANIE)