Carola Gänsslen

„Das reinste Farbgewitter; ein Sturm von leuchtenden Rot-, Orange- und Gelbtönen fegt über ihre weit ausladenden Schalen und straff gespannten Kannen, ein wahrer Orkan an hochaktiven Farben, der sich in exotischen Blumenmustern, ineinander sickernden Farbverläufen, in sich repetierenden Mustern oder ringförmig angeordneten Bemalungen entlädt.“ (Gabi Dewald, KM 5/06)
Carola Gänsslens keramische Arbeiten bestechen durch ihre Farbenfreude und Opulenz. Mit dickem Pinselstrich aufgetragen, scheinen die Porzellanschmelzfarben, die wir sonst nur von feinen Dekormalereien auf keramischen Skulpturen oder kleineren Objekten her kennen, noch frisch auf der ersten Glasurschicht aufzuliegen.
Fast zu frisch scheint es, als dass man sie anfassen könnte. Und doch sind alle Stücke zum Gebrauch tauglich und neben ihrer Schönheit auch dazu gedacht. Aus Rücksicht auf das eingebrannte Feingold sollten die Stücke nur per Hand abgewaschen werden. Steinzeug bei 1260 ° gebrannt, Bemalung mit Schmelzfarben bei 700 ° eingebrannt.

Biografie

1959 geboren in Geislingen / Steige
1978 -1981 Keramiklehre bei Fritz Göllner in Besigheim
1982-1985 Fachschule für Keramikgestaltung in Höhr- Grenzhausen
1986 Meisterprüfung
Förderpreis Rheinland-Pfalz
1987 Richard-Bampi-Preis
1988 Triennale deutsch-finnisches Kunsthandwerk,
Frankfurt-Helsinki-Hannover
1991 Somerstown Studios, Somers / N.Y. USA
1991 7 93 / 97 Form, Frankfurt/Main

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

1985 Westerwaldpreis
1987 Richard-Bampi-Preis
1988 Triennale deutsch-finnisches Kunsthandwerk
Frankfurt-Helsinki-Hannover
Frechener Kulturpreis
1990 / 91 Deutsches Kunsthandwerk
Frankfurt-Leipzig-Hannover
1991, 93, 97, 02, 05, 06, 07 Form, Frankfurt
2006 Landesausstellung, Baden-Württemberg
2008 Landesausstellung, Baden-Württemberg
2009 Keramik Europas, Westerwaldpreis
2010, 2012 Landesausstellung Baden-Württemberg

Auszeichnungen

1986 Förderpreis Rheinland/Pfalz, Belobigung
2006 Hessischer Staatspreis, 2.Preis
2008 Staatspreis Baden-Württemberg

Sammlungen

Keramion, Frechen
Museum für angewandte Kunst, Frankfurt
Sammlung, Adolf Egner