Manthey: eine Künstlerfamilie mit sehr unterschiedlichen Entwicklungslinien und doch einer tiefen innerlichen Verbundenheit zu Halle. Ein Maler,fast unbekannt, weil sehr zeitig nach Westberlin verschwunden,eine Keramikerin von lebenslanger heiterer Schaffenskraft,ihre schön bemalten Gegenstände sind in Halle wohlbekannt; eine Schmuckkünstlerin,nicht nur in Potsdam bekannt,nun noch besser in Halle; und ein Fotograph,eine Überraschung,auf die wir uns freuen können.(Helmut Brade)

HANSJORG MANTHEY,

geb. Juli 1931, Bad Salzbrunn/Schlesien,1937-1946 Volksschule,

1946 nach Westfahlen umgesiedelt und Graphiklehre in

Folge einer Herzerkrankung abgebrochen. 1949, nach Genesung,

Malereistudium bei Erwin Hahs an der Burg Giebichenstein.  Wegen

seiner künstlerischen Haltung wurde er 1952 exmatrikuliert. Er heiratete

im gleichen Jahr Heidi Praetorius und arbeitete als Zeichenlehrer und

Leiter eines Laienkunstzirkels.  1956 trennt er sich von der Halleschen

Familie und wird Meisterschüler bei Hans Kuhn an der Westberliner

Kunstakademie. Ausstellungsbeteiligungen im Berliner Künstlerbund

und der Westdeutschen Kunstausstellung. Im Dezember 1961 stirbt

er, weil sein Herz zu krank war.

HEIDI MANTHEY

geb. März 1929, Leipzig. Nach zehn Jahren Schulzeit

von 1946 bis 1949 Studium an der Hochschule für Graphik und

Buchkunst Leipzig, bei Walter Münze und Max Schwimmer. Wegen der

angewandten Kunst studierte sie bei Grafenstein und Crodel bis 1952

noch Keramik an der Burg Giebichenstein. Seit 1956 freie Mitarbeiterin

bei Hedwig Bollhagen. 1975 verlässt sie Halle und zieht in die Nähe

der HB-Werkstätten für Keramik. Bis 1980 ist Heidi Manthey Lehrerin an der

Kunstschule Weissensee und von 1980-1997 an der Burg Giebichenstein

in Halle. 2001, nach dem Tod von Hedwig Bollhagen

übernahm sie die künstlerische Leitung der HB-Werkstätten.

Sie lebt als Ruheständlerin in Marwitz bei Berlin

MAREILE MANTHEY

geb.  November 1952, Halle/Saale, von 1959 bis 1969 Polytechnische

Oberschule Kröllwitz. Bis 1973 Lehre als Edelmetallfacharbeiter.

Ab 1975 Restauratorin in Potsdams Schloss Sanssouci.

1978 kommt die Tochter am gleichen Tag auf die Welt, an dem der Künstlerverband

sie zum Mitglied macht. Seitdem lebt und arbeitet sie in Potsdam und beteiligte sich an 

Ausstellungen im In- und Ausland.

 

JACOB MANTHEY,

geb. April 1954, Halle/Saale, bis 1971 auch Polytechnische Oberschule und anschließende Tischlerlehre ohne Abschluss. 1973 bis 1975 ist er 18 Monate Volksarmist. Bis 1978

heiraten und rumjobben. Seit 1978 in Westberlin, meistens Freiberufler als Verkäufer, Fahrer, Makler, Fotograf und Autor. Jacob Manthey hat zwei Söhne und lebt in Berlin.

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